Musikreise nach Arosa

... oder warum man die Eistorte Nelusko besser nicht mit Dessertgabel bearbeitet.
morgens am Bahnhof Die Bahnhofsuhr in Lütisburg zeigte 07:00Uhr als sich die Musikantenschar auf dem Bahnsteig besammelte. Für den Weg mit dem Zug nach Arosa mussten wir fünfmal umsteigen, ja, fünfmal, in Lichtensteig (wegen Bauarbeiten), Wattwil, Uznach, Ziegelbrücke und Chur. Nachdem der Reiseleiter, zugleich auch Aktuar des Vereins, mit Elvetino in mehreren Mails und Telefonaten, den Znünicafi mit Gipfel bestellt hatte, wurden wir im Zug von Ziegelbrücke in die Bünder Hauptstadt schon sehnsüchtig von der Wägelifrau erwartet, die uns sogleich mit Kaffee, Schoggidrink und Gipfeli bewirtete. Nur wo war die Comella für den Reiseleiter?
Im offenen Aussichtwagen der RhB legten wir die Bahnstrecke von Chur nach Arosa hinter uns und der Sven packte erstmals sein Alphorn aus. Nach drei Stunden Reise trafen wir um zehn nach Zehn in Arosa ein. Auf dem Eichhörnchenweg gelangten wir zu zum Prätschli-Stall, wo uns Currygeschnetzeltes mit Reis serviert wurde. Nach dem Essen legten sich einige in die angrenzende Wiese um für die erste Wanderung gerüstet zu sein. Kurz vor zwei Uhr erreichten wir die Mittelstation der Weisshornbahn, wo wir von Hr. Moser, Anlagenchef der Arosabergbahnen, durch die Anlage geführt wurden, um uns mit einigen Daten vertraut zu machen. Als die zweite Gruppe die Besichtigung gerade abgeschlossen hatte, begann es aus Kübel zu giessen. So entschlossen wir uns, mit der Luftseilbahn ins Dorf zurück zu kehren und mit dem Bus zur Talstation des Hörnliexpress zu fahren. Diese brachte uns auf die 2513m gelegene Hörnlihütte, die dem Skiclub von Arosa gehört. Vor den Znacht, Stroganoff mit Reis, wurde gespielt (Hornochse) und gejasst (Schieber und Hoseabä) und im Anschluss gesungen. Der Abend wurde dann mit den verschiedenen Kartenspiele weitergeführt. Arg gesittet und ohne grosses Aufsehen begaben sich die Musikanten noch gleichentags ins Bett.
auf Wanderung Kühl war es draussen auf der Terrasse, auf welcher Sven die ersten Töne aus seinem Alphorn entlockte und die letzten Schlafkappen geweckt wurden. Nach dem einfachen, aber reichhaltigen Zmorgen und dem Gruppenfoto vor der Hütte wanderten wir zur Carmenna-Hütte. Nach dem sich die einige mit Nussgipfel und Wienerli mit Brot gestärkt hatten, kann der anderthalb stündige, steile Aufstieg zum Weisshorn. Die ganze Gruppe wurde arg in die Länge gezogen, da ein Paar Musikanten die Wanderung mehr genossen als die jungen Wanderinnen welche gut und gerne ein halbe Stunde schneller den 2660m hohen Gipfel erreicht hatten. Nach dem gestrigen Reistag wurde uns im Gipfelrestaurant Schnitzel mit Teigwaren serviert. Der krönende Abschluss des Mittagessen war eindeutig die Eistorte Nelusko, bei welchem besser Axt und Säge aufgetischt werden sollte. Nun, nach Gelächter und einigen Glaceflecken auf Kleider und Hosen, brachte uns die Luftseilbahn ins Dorf hinunter. Auf dem gleichen Weg brachte und die Eisenbahn der RhB und SBB wieder nach Lütisburg zurück und damit es uns nicht langweilig wurde, durften wir auch am Sonntag fünfmal umsteigen. Eine kleine Delegation begab sich zu unserem Ehrenmitglied Stefan Fust ins Pöstli im Dreien zum Nachtessen. Trotz eines kurzen Regenschauer am Samstag, konnten wir erstmals eine Vereinswanderung bei herrlichen, herbstlichen Bedingungen durchführen.